Gedenkveranstaltung

22. Januar 2012

Auch in diesem Jahr werden wir eine Gedenkveranstaltung zum 27. Januar geben. In diesem Jahr werden wir aus dem Buch „Das andere Leben“ von Solly Ganor lesen. In dem Buch berichtet der Autor über seine Erlebnisse während der NS-Zeit. Der in Litauen geborene Ganor wurde in verschiedene Konzentrationslager deportiert und so von seiner Familie getrennt. Er überlebte den Todesmarsch von Dachau. Die Veranstaltung wird durch verschiedene Musikstücke untermalt. Die Texte der Musik entstanden in den Konzentrationslagern und werden von heutigen Interpreten wiedergegeben. Die Veranstaltung wird am 27. Januar um 20 Uhr im Kaffeehaus an der der Herrenschreiberstraße 17 in 48431 Rheine stattfinden. Der Eintritt ist frei.


Gedenkstättenfahrt nach Kamp Westerbork 05.11.2011

18. Oktober 2011

In diesem Jahr haben wir eine Fahrt zur Gedenkstätte Kamp Westerbork in den Niederlanden organisiert. Damit eröffnen wir die Gedenkreihe „In memoriam 2011/2012″.

Das Judendurchgangslager Westerbork war ein von den nationalsozialistischen Besatzern in den Niederlanden eingerichtetes zentrales Durchgangslager. Dieses KZ-Sammellager wurde für die Deportation niederländischer und sich in den Niederlanden aufhaltender deutscher Juden in die nationalsozialistischen Vernichtungslager eingerichtet. Ab Juli 1942 trafen Juden aus allen Teilen der Niederlande in Westerbork ein. Der erste Deportationszug verließ das Lager am 15. Juli 1942. Das Ziel war Auschwitz. Insgesamt wurden von 1942 bis 1944 mehr als 101.000 Juden und eine Gruppe von 245 Sinti und Roma aus Westerbork per Zug deportiert. Die Züge hatten folgende Zielorte: Auschwitz, Sobibor, Bergen-Belsen,Theresienstadt.

Abfahrt ist am 05.11.2011 um 10.30 Uhr vom Parkplatzgelände der Volkshochschule Rheine. Wir schätzen, dass wir gegen 17 Uhr wieder in Rheine eintreffen. Teilnehmen kann jeder ab 16 Jahren. Es entstehen keine Kosten durch die Teilnahme, über eine kleine Spende würden wir uns aber sehr freuen.
Falls ihr Interesse habt meldet euch bitte bis zum 01.11.2011 beim Stadtjugendring Rheine e.V. unter 05971/2286 oder per E-Mail info@sjr-rheine.de an.

In der letzten Woche erschien die Informationsbroschüre „In memoriam 09.11. – 27.01″ zum Gedenken der Opfer des Nationalsozialismus, den wir euch <HIER> als PDF-Datei zur Verfügung und Verbreitung stellen.


6. Juni – Gegen die Abschiebung der Roma – Infoveranstaltung

25. Mai 2010

Am 6. Juni findet im Jakobi-Jugendzentrum eine Informationsveranstaltung  zur Lage der von Abschiebung bedrohten Roma statt. Es wird eingeladen gemeinsam zu überlegen wie mensch den betroffenen Menschen helfen könnte und welche Möglichkeiten wir überhaupt haben. Beginnen wird die Veranstaltung um 18:30 Uhr mit der Eröffnung der Austellung „Bleiberecht in Rheine“ und einem Vortag von Volker M. Hügel (Rechtsreferent der GGUA Flüchtlingshilfe). Anschließend besteht die Möglichkeit zur Diskussion.

Die Initativgruppe „Rheine stellt sich Quer“ unterstützt diese Veranstaltung und läd alle interessierten BürgerInnen herzlich ein.

Veranstaltungsort: Jakobi-Jugendzentrum, Gartenstraße 9 in Rheine


Fazit der Gedenkveranstaltung am 27. Januar

2. Februar 2010

Am 27. Januar fand in der Kulturetage der Stadtverwaltung, eine Gedenkveranstaltung für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma statt. Organisiert wurde dies von einer Schülerinnengruppe des Emslandgymnasium und unserer Initativgruppe „Rheine stellt sich quer“.

Die gutbesuchte Veranstaltung gedachte der Opfer des Nationalsozialismus und beleuchtete die Rolle der Opfergruppe der Sinti und Roma. Verlesen wurden verschiedene Aussagen von überlebenden Zeitzeugen und Zeitzeuginnen, regionale Ereignisse von Antiziganismus und kurze, soweit wie möglich, biografische Daten von Ermordeten aus dem Kreis Steinfurt.

Unser Dank gilt allen beteiligten Schülerinnen des Emslandes für ihre informativen Beiträge und die gute Zusammenarbeit, der Stadtverwaltung für die Räumlichkeiten, allen anderen Beteiligten, Helfer und Helferinnen und natürlich allen interessierten BesucherInnen.


13. Februar – Naziaufmarsch in Dresden blockieren

30. Januar 2010

Am 13. Februar werden, wie in den vergangenen Jahren, tausende (Neo-) Nazis durch Dresden maschieren. Anlass ist der Jahrestag der Bombardierung Dresdens durch die Alliierten im 2. Weltkrieges.

Unterstützt von FaschistInnen aus dem europäischen Ausland, handelt es sich um den mit Abstand größten und bedeutsamsten Aufmarsch der extremen Rechten in Europa. Im letzten Jahr kamen 7000 Nazis, die ihren Geschichtsrevisionismus und ihre Verherrlichung des Nationalsozialismus auf die Straße trugen. Für dieses Jahr ist mit einer erneuten Steigerung der TeilnehmerInnenzahlen zu rechnen, da der 65. Jahrestag der Bombardierung auf ein Wochenende fällt.

Dagegen wird von antifaschistischer Seite mobilisiert:

nopasaran

nopasaran nrw

In Münster wird es am 4. Februar in der (F24) Frauenstr. 24, um 19 Uhr eine Informationveranstaltung geben, wo  es auch die Bustickets geben wird.


Ermordung der Sinti und Roma steht im Mittelpunkt des Gedenkens

20. Januar 2010

Bundespräsident Roman Herzog proklamierte 1996 den „Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus“, der seitdem jeweils am 27. Januar, dem Datum der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz, begangen wird.

In diesem Jahr soll in Rheine zum ersten Mal das Schicksal der ermordeten Sinti und Roma in den Mittelpunkt einer solchen Gedenkveranstaltung gestellt werden. Eine Schülerinnengruppe des Emsland-Gymnasiums hat zusammen mit der Initiativgruppe „Rheine stellt sich quer“ Materialen zusammengetragen, die den von den Nationalsozialisten systematisch betriebenen Völkermord an den Sinti und Roma und seine Vorgeschichte darstellen und dabei auch auf Einzelschicksale aus Rheine und dem übrigen Kreis Steinfurt eingehen.

Die Veranstalter laden hierzu für Mittwoch, 27. Januar 2010, um 19 Uhr in den Veranstaltungsraum auf der „Kulturetage“ der Stadtverwaltung, Mathiasstraße 37, 2. Stock, herzlich ein.

Flyer: plakat 27.1


Gedenkveranstaltungen zum 9. November

21. November 2009

Am 08. und 09.11.2009 veranstalteten wir als Initativgruppe „Rheine stellt sich quer!“ zwei Gedenkveranstaltung zum 71. Jahrestag der „Reichspogromnacht“ in Rheine.

Herr Bert Woudstra aus Enschede, berichtete am 08. November im Stadtarchiv Rheine von seinen Erfahrungen, die er als Kind jüdischer Eltern erlebte. Nach der Deportation seines Vaters, der später in Mauthausen von den Nazis ermordet wurde, musste er mit seiner Mutter untertauchen. Nur aufgrund der Hilfe von Freunden konnte die beiden diese Zeit überleben. Sechszehn mal mussten die Untergetauchten dabei ihre Verstecke wechseln. Von den 53 Familienangehörigen überlebten 24 die Zeit des Nationalsozialismus nicht. Dabei unterlegte Herr Woudstra seinen Bericht mit privaten Fotoaufnahmen aus der Zeit. Insgesamt verfolgten 36 ZuhörerInnen aller Altersschichten, seiner interessanten und berührenden Schilderungen. Im Anschluss daran nutzten viele, vorallem die ältere Generation die Gelegenheit um über ihre eigenen Erfahrungen und Erlebnisse zu berichten.

Hiermit möchten wir uns ganz herzlich bei Herrn Bert Woudstra bedanken. Unser Dank gilt auch dem Stadtarchiv, für die Bereitstellung der Räumlichkeiten und natürlich allen ZuhörerInnen.

Bert Woudstra

Am darauf folgenden Montag, den 09. November, führten wir auf dem Borneplatz eine Mahnwache zum Gedenktag anläßlich des 71. Jahrestag der „Reichspogromnacht“ durch. Die sogenannte Reichspogromnacht stellte den Anfang der unmenschlichen Verbrechen durch die Nazis dar. In der Nacht vom 09. auf den 10. November 1938 stürmten überall in Deutschland Nazis jüdische Geschäfte, Einrichtungen und Gotteshäuser, verwüsten diese und zündeten zahlreiche an. Im Verlauf der Pogrome wurden hunderte Menschen inhaftiert und später deportiert und ermordet. Um den Opfern des Nationalsozialismus zu gedenken und um die Geschichte nicht zu vergessen, nutzen wir diesen Tag zum verteilen von Infomaterialien und um mit anderen Menschen ins Gespräch zu kommen.



09.11.09 Gedenkveranstaltung zum 71. Jahrestag der Reichspogromnacht

1. Oktober 2009

vorderseite11

Am 08.11.2009 und am 09.11.2009 veranstalten wir als Initiativgruppe „Rheine stellt sich Quer“  im Rahmen des Gedenktages der „Reichspogromnacht“ ein Zeitzeugengespräch und eine Mahnwache, um an die Opfer des Nationalsozialismus zu Gedenken und für die Zukunft zu mahnen.

08.11.09 Zeitzeugengespräch mit Herrn Bert Woudstra
18 Uhr
Großer Saal, Kulturetage, Stadtbibliothek Rheine, Matthiasstr. 37

Wegbeschreibung

Kurzbiografie:

„Bert Woudstra ist am 19. Februar 1932 in Enschede geboren. Seine jüdischen Eltern betrieben dort ein Modegeschäft. Nach der Reichspogromnacht vom 9. zum 10. November versuchte seine Familie zwei mal nach England zu flüchten. Zu Hause wurde er auch mit jüdischen Flüchtlingen aus Deutschland, die vor dem Nazi-Regime flüchteten, konfrontiert. Darunter auch Berts Familie, seine Oma, Neffen und Nichten aus Mainz und Westerwald, die in die Niederlande flüchteten und von Berts Eltern zu Hause aufgenommen wurden. Auch Familie Woudstra dachte darüber nach zu flüchten. Der Besitz und die Verantwortung für das Modegeschäft hielt sie davon ab. Bert Woudstras Vater wurde bei der ersten Razzia im September 1941 in Enschede festgenommen. Das war der letzte Kontakt für Bert mit seinem Vater. Einige Zeit später kam sein Vater in Mauthausen ums Leben. Danach tauchte Bert mit seiner Mutter und seinem Bruder unter. Ende 1942 flüchteten sein Bruder und ein deutscher Neffe nach England. Sein Bruder diente der „Royal Airforce (RAF)“ und sein Neffe der „Prinses Irene Brigade“. Woudstra wird Lehrer, ist jahrelang Mitglied bei den Pfadfindern und ist es somit gewohnt mit Kindern umzugehen. Er ist Mitglied von der Kommission „Nooit weer“, „Nie wieder“, ein deutsch-niederländischer Verband gegen Faschismus. Woudstra war auch Vorsitzender der Stichting Synagoge in Enschede. Er ist jahrelang Schulleiter von der „ROC Almelo“ gewesen. Die Nachkriegszeit hat ihm sehr viel Schmerz bereitet. Auch deswegen will er Kindern einen Rat für die Zukunft geben, was geschieht, wenn man Menschen in eine Schublade „steckt“ und diskrimiert. Auch die Art und Weise, wie heutzutage mit Minderheiten umgegangen wird, gefällt ihm nicht. „Die Pfadfinderbewegung hat mein Leben gerettet.“

09.11.09 Mahnwache
15 Uhr
Borneplatz Rheine

Wegbeschreibung

Kontakt: www.rheinestelltsichquer@web.de


5. September – Naziaufmarsch in Dortmund verhindern!

1. September 2009

Am 5. September wollen (Neo-)Nazis in Dortmund  zum so genannten „nationalen Antikriegstag“ mobilisieren. Dieser hat sich in den letzten Jahren zur wichtigsten Veranstaltung der sich selbst als „Autonome Nationalisten“ bezeichnenden Neonazis  in NRW  entwickelt, bei der weit über 1000 TeilnehmerInnen erwartet werden. Zwar wurde die Demonstration in der ersten Instanz verboten, aber dagegen haben die Anmelder Widerspruch eingelegt. Auch vorstellbar ist, das die Nazis am 5. September, falls das Verbot bestehen bleiben sollte, spontan in andere Städte ausweichen werden. Am 4. September wird es eine Vorabenddemo geben.

Dortmund ist seit Jahren die Hochburg der militanten Naziszene in NRW. Zeigen wir ihnen was wir davon halten.

Deshalb am 04./05. September auf nach Dortmund!
weitere Informationen unter: http://s5.noblogs.org


News

15. Mai 2009

Rheine stellt sich quer – wird weiterhin im Kreis Steinfurt und speziell in Rheine weiter über rechtsextremistische, rassistische und antisemitische Aktivitäten im Kreis berichten und versuchen gegen diese vorzugehen.

Wir planen zur Zeit Aktionen und Informationsveranstaltungen, die den Themenschwerpunkt „Widerstand im Nationalsozialismus, mit dem Schwerpunkt Rheine/Kreis Steinfurt“ haben sollen. Auch wird es wieder Gedenkveranstaltungen zum 9. November und zum 27. Januar geben, desweiteren wollen wir uns mit den Gedenkstätten (für die Opfer des Nationalsozialismus) in NRW beschäftigen.

Wenn ihr Informationen über den Kreis Steinfurt/ Rheine zu Zeiten des Nationalsozialismus bzw. den Widerstand im 3. Reich habt, meldet euch bei uns, wir würden uns freuen.

Weitere Informationen folgen in nächster Zeit.


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